Mehr als hohes Gras und nasse Füße!

Rasenflächen & Wiesen, die nicht nach englischem Vorbild geschnitten und gemäht werden, wirken auf manchen Betrachter schnell als verwahrloste und vergessene Grünfläche.

Ja aber was darin für Leben ist, was dort wächst, dort kriecht und fliegt und krabbelt – ein grünes Biotop:
Diese Rasen, diese Gräser, diese Wiesen sind pure Vielfalt!


Bilder dieser Art erreichen uns gegenwärtig von Mieterinnen und Mietern, weil wir auf den Grundstücken der WHG der Natur ihren Raum geben und der Eindruck entsteht: Die WHG kümmert sich nicht um die Pflege der Grünflächen. Doch tun wir, in dem wir einfach öfter mal nichts tun und es länger wachsen lassen und die Zeiten zwischen den Rasenmahden länger als üblich sind.

Die kritischen Anfragen, die uns erreichen, wollen wir immer zum Anlass nehmen, um unser Handeln zu erklären und dafür zu werben, es gemeinsam mit uns zu tun für die Natur! Und damit auch für uns Menschen.

Das Leben darin ist Biodiversität vom Feinsten. Echt und ohne Dünger. Gräser, Halme wiegen sich im Wind. Kleearten, Löwenzahn, Krautpflanzen, Disteln, Gänseblümchen, Sauerampfer und andere sogenannte Ackerwildkräuter wuchern und wachsen um die Wetter.

Genau hier fühlen sich Tiere wohl, die wir im Alltag kaum wahrnehmen: Käfer, Bienen, Falter, Maus, Grashüpfer, Grillen, Heuschrecken, Spinnen, Hummeln, Maulwurf und Vögel, die auf dem Boden brüten, wie der Kiebitz oder die Lerche.

So viele Lebewesen auf so wenig Raum. Hier kann es zwitschern und zirpen, wenn wir nur den Platz und den Raum dafür lassen und darauf verzichten Millimetergenau den Rasen, die Wiesen und Gras zu mähen, zu schneiden und zu kürzen. Wird öfter gemäht, gefährdet es nicht nur die Vielfalt der Pflanzen, sondern auch der Tiere Das was viele als Unkraut bezeichnen, ist wichtige Nahrungsquelle. Hier tummeln sich die Wildbienen und genießen das vielfältige Angebot.

Einige Schmetterlingsarten überwintern verpuppt an Halmen und Gräsern. Auch Falter und andere Insekten finden hier ihr Winterquartier für die kalte Jahreszeit. Wolliges Honiggras? Das mögen Schmetterlingsraupen.

Artenreichtum auf den Wiesen? Dafür braucht es vor allem unsere Geduld. Auch wenn es auf den ersten und jeden weiteren Blick chaotisch & ungepflegt aussieht: Wachsen lassen! Nicht wässern! Selbst Vertrocknen ist erlaubt! Dann kommen im Laufe der Zeit, im Laufe der Jahre die Gräser.

Denn Gras, das wachsen darf, blüht und samt sich ohne menschliches Zutun selbst aus. Wer genau beobachtet, stellt fest, dass diese Flächen sich ständig verändern: verschiedene Grassorten, dann verschwinden Sie wieder und andere „ Unkräuter“ übernehmen das Revier, je nach Wetter, Jahreszeit und ja vielleicht auch nach dem Gesetzt der Stärke und Dominanz in der Natur. Durch Hitze und Trockenheit wirkt es verdorrt und öde – nach zu viel Regen liegt alles platt. Es braucht schon viel Empathie für das Natürliche, das auch schön zu finden.

Alles rund um die Wiese haben wir gefunden auf:https://www.hoerzu.de/wissen-service/natur/pflanzen/das-wunder-der-wiese und hier für Sie zusammen gefasst aufgeschrieben.

Oder Sie schauen einmal vorbei auf www.nabu.de . Hier finden Sie Wissenswertes über den Dramatischen Rückgang der artenreichen Wiesen und was jeder von uns tun kann.