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Einladung zum Pressetermin!

WHG gibt Startschuss für Baufirmen

Platte im Leibnizviertel wird saniert – einzigartiger Relaunch für Architektur, Design und Technik

Am 12. März 2020 um 9 Uhr ist es endlich soweit – die Baufirmen beginnen mit einem für Eberswalde einzigartigen Relaunch der Platte im Leibnizviertel.

Der Bürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates, Friedhelm Boginski wird gemeinsam mit WHG Geschäftsführer Hans-Jürgen Adam, sowie Geschäftsführer Mathias Tietze vom Planungsbüro Agora + Projektentwicklungsgesellschaft mbH und Steffen Huhnke, Geschäftsführer der Camilla Hauskrankenpflege den offiziellen Baustart verkünden.

WO? Im Innenhof der R.Virchow-Str.17 – 25 in 16225 Eberswalde

Mit dabei sind natürlich, die mehr als 16 ortansässigen, regionalen und überregionalen Handwerksfirmen, die in den nächsten Wochen und Monaten das ehrgeizige und ambitionierte Bauvorhaben realisieren werden.
Wir begrüßen zum Baustart auch die Mieterinnen und Mieter des Hauses, den WHG Mieterbeirat, und weitere in das Bauvorhaben involvierte und beteiligte Geschäftspartner.

Wir freuen uns, die Vertreter der Presse zu diesem Pressetermin begrüßen zu dürfen. Die o.g. Personen, die das Bauvorhaben „eröffnen“ stehen Ihnen für ihre Interviewfragen gern zur Verfügung. Der Presse steht ein Interviewbereich zur Verfügung.

Daten, Fakten & Wissenswertes zum Bauvorhaben:

Seit Januar 2019 haben die Mitarbeiter der WHG zusammen mit dem Architekturbüro AGORA + aus Angermünde an der Idee, der Standortkonzeption, Bauplanungen, Ausschreibungen und Vergabe der Bauaufträge fleißig und engagiert gearbeitet. Die Mieterinnen und Mieter wurden von Beginn an eng in die Vorbereitungen einbezogen und über die Planungen informiert.

Vom 12. März 2020 an bis Ende des Jahres 2020 werden in diesen Standort mehr als 6,6 Millionen € investiert. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wird das Bauvorhaben mit 4 Millionen € fördern. Energetisch wird die WHG ein KfW-Effizienzhaus 100 schaffen und ein KfW-Darlehen in Höhe von 1,8 Millionen € in Anspruch nehmen. Etwa 800.000€ Eigenmittel der WHG fließen in das Bauvorhaben.

Die Sanierung des Plattenbaus aus den Siebzigerjahren ist eine architektonische Herausforderung, weil von den bisher 50 Wohnungen nach Bauende 40 Wohnungen von der 1. Etage bis zur 4. Etage zur Verfügung stehen werden. Alles Dreizimmerwohnungen mit ca. 61 m² Wohnfläche.

Die Mieter sind bereits im November 2019 über den Bauablauf, die Bauzeiten und über die Einzelmaßnahmen in den Wohnungen, in den Häusern, am Gebäude, im Wohnumfeld informiert worden. Die WHG bietet den Mieterinnen und Mietern u.a. verschiedene Wahlmöglichkeiten für die Dauer der Sanierung und Baumaßnahmen:

  • Zeitweiliger Umzug in eine andere Wohnung für die Dauer der Baumaßnahmen und Rückzug nach Fertigstellung
  • Angebot grundsätzlich in eine andere Wohnung umzuziehen
  • Unterbringung in WHG Gästewohnungen je nach Baufortschritt und Wunsch der Mieter

14 Tage können die Mieterinnen und Mieter ihre Wohnungen gar nicht benutzen oder betreten. Nämlich dann, wenn die Treppenhäuser vollständig demontiert werden, um dann neue barrierefreie Treppenhäuser mit Aufzugsanlagen zu montieren. Hier stimmen die WHG Mitarbeiter immer sehr konkret und individuell nach Lebenslage der Mieterinnen und Mieter die Ersatzunterkünfte, wie Gästewohnungen, Hotel, Gartenlaube, Haustierversorgung und Unterbringung oder geplante Kur- und Krankenhausaufenthalte, Urlaubsreisen u.v.a.m. ab. Es muss für alles eine Lösung geben, um den Bauablauf reibungslos durchführen zu können. Alles wird bis in kleinste Detail zeitlich und organisatorisch geplant und abgestimmt. Eine Herausforderung sowohl für die Mieterinnen und Mieter als auch für die WHG Mitarbeiter und die in den Bauablauf involvierten Handwerksfirmen. Einen klaren Kopf behalten, dass ist die Devise von Mathias Tietze vom Planungsbüro agora+. Er kennt sich aus und weiß worauf es ankommt, wenn unter bewohnten Bedingungen saniert wird. „Auf alles vorbereitet sein und auch auf kleinste Lebensänderungen reagieren, immer ein Ohr bei den Mieterinnen und Mietern haben“.

NEU! Seniorenwohngemeinschaften unterm Dach!

Die oberste 5. Etage wird komplett entkernt und neu aufgeteilt. In der 5. Etage werden 2 Seniorenwohngemeinschaften mit jeweils 10 Einzelzimmer und gemeinschaftlichen Wohn- und Aufenthaltsbereichen, Bädern, Gemeinschaftsräumen für Senioren mit Pflegebedarfen angeboten. Die Camilla Hauskrankenpflege wird diese beiden Seniorenwohngemeinschaften betreuen und Pflege – und Serviceleitungen anbieten.

Steffen Huhnke, dem das Thema Pflege seit mehr als 30 Jahren unter den Nägeln brennt, weil für ihn und für sein Team der Mensch mit seinen unterschiedlichen Lebensbiografien jeden Tag im Mittelpunkt steht, freut sich, dass er mit diesem neuen Projekt einen weiteren Wohnstandort für Senioren nach seiner Idee, mit eigenen Konzepten realisieren kann:

„Mit dem Wohnprojekt  können wir als Kooperationspartner der WHG unsere Firmenphilosophie einen Schritt weiter verwirklichen. Das Team der Camilla wird hier aktiv den sozialen gesellschaftlichen Zusammenhalt und die gemeinschaftliche Teilhabe in den Wohngemeinschaften und im ganzen Haus unterstützen und begleiten. Menschlichkeit und Fürsorge sind unsere tägliche Motivation für Senioren, die Pflege und Unterstützung im Alter benötigen. Wir wollen mit unseren Mitarbeitern das alltägliche Leben der Senioren aktiv, lebendig und selbstbestimmt unterstützen und fördern. Aus unserer Erfahrung wissen wir, der Bedarf an sozialer Wohnqualität ist vielseitig und individuell. Mit diesen beiden Senioren- Wohngemeinschaften werden wir zusammen mit der WHG eine lebensbejahende Wohnalternative schaffen, die ein weitgehend selbstbestimmtes Leben trotz Pflegebedürftigkeit ermöglichen wird“, fasst Steffen Huhnke, die Zusammenarbeit, die Kooperation mit der WHG und die Projektidee zusammen.

Mietinteressenten für die Seniorenwohngemeinschaften können sich bereits ab sofort bei der WHG oder der Camilla beraten und informieren. Eine Interessentenveranstaltung ist für Frühherbst 2020 geplant.

VI Amtsblatt 184mm2020 2.0


Einen Namen und ein Layout für das Architekturwunder dieser letzten unsanierten Platte der WHG im Leibnizviertel gibt es schon:

VIDie Adresse im Namen des Hauses ist aber auch zugleich eine Hommage an den bedeutenden Wissenschaftler der Charité. Seit 1977 führt das Haus nun schon diese Straßenbezeichnung und in Kürze wird hier der Umbau zu einem der modernsten Plattenbauten stadtweit beginnen. Der Aufsichtsrat hatte in seiner Sitzung im November 2018 der Sanierung zugestimmt und damit grünes Licht für den Umbau und die Modernisierung gegeben. Von den 50 Wohnungen stehen gegenwärtig mehr als 20 Wohnungen leer.

Die WHG als öffentlicher Auftraggeber hatte im August 2018 die Planungsleistungen in einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb europaweit ausgeschrieben. Die Aufgabenstellung konzentrierte sich auf einen barrierefreien Umbau und auf die Sanierung des Hauses unter bewohnten Bedingungen als sensibles Bauvorhaben. Im Rahmen der Bietergespräche hatte das regional erfahrene und erfolgreiche Planungsbüro Agora + Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus Angermünde überzeugt. Dabei ist das Büro um Geschäftsführer Mathias Tietze längst überregional bekannt und steht für erfolgreiche innovative Projekte für Sanierung und Neubau aktuell in Prenzlau und Schwedt /O.

Die WHG wird erstmals wieder Fördermittel des sozialen Wohnungsbaus in Anspruch nehmen und strebt eine Finanzierung über die ILB an. Zuwendungsvoraussetzung für eine Förderung ist, dass sich die Immobilie in der Fördergebietskulisse befindet. Für Eberswalde trifft das auf diesen Standort im Leibnizviertel zu. Nach Fertigstellung der Maßnahme wird eine Belegungsbindung über 20 Jahre begründet. Der Anteil der Mietpreis- und Belegungsbindung beträgt 50%. Die Hälfte der zu bindenden Wohnungen werden Personen überlassen, die die Einkommens- grenzen des § 9 Absatz 2 WoFG einhalten und einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein (WBS) nachweisen. Die andere Hälfte gebundener Wohnungen werden Personen überlassen, die die Einkommensgrenzen des § 9 Absatz 2 WoFG um maximal 40 Prozent überschreiten und dies über eine entsprechend erteilte Bescheinigung nachweisen. Die Förderkriterien der ILB sehen unter anderem 15 % Eigenkapital der förderfähigen Gesamtkosten vor.

Einen Wohnberechtigungsschein können Personen bei der Stadt Eberswalde beantragen. Eine Einkommensprüfung und Einhaltung der gesetzlichen Einkommensgrenzen ist dabei Voraussetzung für den Erhalt eines Wohnberechtigungsscheines durch das Wohnungsamt der Stadt Eberswalde. Die Wohnungen, die miet- und belegungsgebunden sind, kosten dann bei Mietbeginn 4,90€/m² für Personen, die die Einkommensgrenzen nicht überschreiten und 6,00€/m² für Personen, die die Einkommensgrenzen um 40 % überschreiten. Entsprechend der Förderbestimmungen steigen die Mieten für den miet- und belegungsgebundenen Wohnraum maximal um 10 % innerhalb von drei Jahren.

50% der Wohnungen im Haus  werden ohne Miet- und Belegungsbindung vermietet.
Das Baubüro wurde in der R. Virchow-Str. 25 in der 1. Etage rechts eingerichtet. Hier werden zukünftig die Beratungstermine für die Mieterinnen und Mieter stattfinden.

Denn dieser Umbau und die Sanierung des Hauses  sind in jeder Hinsicht sehr anspruchsvoll, auch wegen der gewünschten barrierefreien Erreichbarkeit der Wohnungen unter bewohnten Bedingungen.

Eine statische und bauliche Herausforderung ist hierbei insbesondere die Demontage der Treppenhausaußenwände, der Treppenläufe und Zwischenpodeste sowie der Einbau neuer einläufiger Treppenläufe und Zugangspodeste auf Wohnebene.

Vorgesehen ist weiterhin die Errichtung von fünf vorgesetzten Aufzugsanlagen in einem Schacht aus einer Stahl-Glas-Beton-Konstruktion, von denen drei Aufzüge bis in die 4. Etage und zwei Aufzüge auch bis in die oberste Etage fahren. Auch die Kellergeschosse sind mit den Aufzügen erreichbar. Abstellflächen für Rollatoren und Ladestationen werden ebenfalls geschaffen.

Die WHG wird zusammen mit BarShare im Quartiershof einen Standort für E-Mobilität schaffen, den nicht nur die Bewohner des Hauses sondern jeder im Quartier, in der Stadt per App nutzen kann. Eine Ausleihstation für einen PKW und ein Lastenrad und natürlich auch die Ladeinfrastruktur werden hier ab Ende 2020 angeboten.

Das Haus  mit allen Wohnungen soll bis Ende 2020 barrierefrei mit Aufzug, modernen Bädern, neuen Balkonen und technisch nach dem Stand der ENEV 2016 fertiggestellt werden.

Titelfoto: agora+
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