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Von links nach rechts: Adam (WHG); Boginski (Bürgermeister); Pauls (HSI)

Am 12. Juni 2019 beschlossen die Aufsichtsräte der WHG in ihrer 43. Aufsichtsratssitzung den positiven Jahresabschluss 2018.

Der Wirtschaftsprüfer der DOMUS AG, Herr Alfons Feld, bestätigte den Aufsichtsräten: „Die wirtschaftliche Lage des kommunalen Unternehmens ist gesund und die Ampel steht bei der WHG ganz klar auf Grün.“ Mit einem positiven Jahresergebnis setzt die WHG den erfolgreichen Trend der Vorjahre fort.

Die Miete mit 5,22 Euro pro Quadratmeter1 (Vorjahr 2017: 5,15 Euro pro Quadratmeter) liegt etwas über dem Durchschnitt von Brandenburg und damit bei der WHG aber nur um 1,4 % höher als 2017. Die Mietensteigerung ist damit insgesamt unterhalb der Inflation geblieben. Die Inflation in Deutschland betrug 20182 laut Statistischem Bundesamt 1,9 Prozent und lag damit nur unwesentlich über dem Niveau von 2017. Das ist spürbarer Kaufkraftverlust bei steigenden Baukosten!

Die Mietsteigerungen von 1,4 %3 resultieren ausschließlich aus

  • Neuvermietung von fertiggestellten Bauvorhaben und
  • Neuvermietung nach Renovierung und Modernisierung
  • Wohnwertändernde Umbauten auf Wunsch der Mieter ( z.B. Badumbauten oder seniorenfreundliche Ausstattungen)

1 DOMUS AG / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: JAB 2018
2 Statistisches Bundesamt
3 DOMUS AG / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: JAB 2018

Die kalten und warmen Betriebskosten 20184 betragen bei der WHG 1,96€/m² und liegen damit deutlich unter dem Durchschnitt in Brandenburg5 von 2,28€/m².

Für die laufende Instandhaltung wurden 2018 pro Quadratmeter Wohnfläche 16,82 €6 (im Vergleich zum Vorjahr 2017: 14,13€/ m²) und damit mehr als 6 Mio € aufgewendet, um die Wohnqualität der Mieterinnen und Mieter zu erhalten und zu verbessern, ohne dass dadurch die Mieten gestiegen sind.

Die Leerstandsquote liegt noch immer bei 11%7 und damit weiterhin über dem Durchschnitt in Brandenburg und stagniert, trotz großer Investitionen und Anstrengungen zum Leerstandsabbau. Der Wegzug aus Eberswalde, der Tod des Mieters oder der Umzug innerhalb der WHG in besser ausgestattete und modernisierte Wohnungen sind auch weiterhin die am häufigsten genannten Kündigungsgründe8 bei der Beendigung eines Mietvertrages durch den Mieter. Die Fluktuationsquote9 liegt auch weiterhin bei fast 9%10. In angespannten Wohnungsmärkten, wie z.B. in Berlin liegt diese weit darunter.

4 DOMUS AG / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: JAB 2018
5 DOMUS AG / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: JAB 2018
6 WHG Jahresabschluss 2018
7 WHG Jahresabschluss 2018
8 WHG Monatsbericht 31.12.2018
9 Die Fluktuation oder auch Umzugsquote bildet das Umzugsgeschehen in den Wohnungsbeständen ab. Sie wird in Prozent dargestellt, die das Verhältnis der Kündigungen zur Gesamtzahl der Wohnungen wiedergibt. Vermieter streben eine möglichst geringe Fluktuationsquote an, denn Fluktuation ist teuer. Wenn nicht sofort die Wiedervermietung gelingt, so kostet der Leerstand die entgangene Miete und die für den Leerstand zu tragenden Nebenkosten der freien Wohnung. Für die Vermarktung der Wohnung fallen Kosten für das Marketing, den Vertrieb und weitere Personal- und Sachaufwendungen an. Und überwiegend ist die Wiedervermietung mit baulichen Investitionen, Renovierungen, Modernisierungen in die Wohnung verbunden. Die Fluktuationsquote ist ein Indikator für die Anspannung des Wohnungsmarktes. Bei einem entspannten Wohnungsmarkt mit einem großen Angebot an freien Wohnungen zu relativ niedrigen Mieten können die Mieter leichter eine neue Wohnung finden, die ihren Bedürfnissen optimal entspricht. Dies führt vermehrt zu Umzügen innerhalb der Stadt. Bei einem angespannten Wohnungsmarkt mit einem knappen und teuren Angebot können Umzugswünsche zumeist nicht so leicht erfüllt werden. Die Zahl der Umzüge in der Stadt sinkt. Quelle https://wohnungswirtschaft.online/fluktuation-umzugsquote/
10 DOMUS AG / Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: JAB 2018

Der Wohnungsmarkt in Eberswalde ist nach wie vor ein Mietermarkt, d.h. das Angebot überschreitet die Nachfrage und die Umzugsbereitschaft ist nach wie vor sehr hoch.

Als „Stadt in der 2. Reihe“ wird Eberswalde auch zukünftig weiter vom Zuzug profitieren. Durch die Investitionsvorhaben der WHG mit dem Ziel der Leerstandsbeseitigung wurden 2018 mehr als 6,2 Mio €11 (Vorjahr 2017 mehr als 4,6 Mio €) für die Sanierung und Modernisierung ausgegeben.

2019 wird die WHG mehr als 12 Mio €12 in die Instandhaltung und Sanierung investieren (5,2 Mio € für Instandhaltung & Bestandserhaltung und 6,8 Mio € für Sanierung & Neubau) und damit das ehrgeizige Ziel einer positiven Geschäfts- und Unternehmenspolitik im Land Brandenburg fortsetzen. Klar ist aber auch:

Der Verzicht auf Mieterhöhungen nach Mietspiegel, Kostenmiete oder Vergleichsmiete kann nicht länger fortgesetzt werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Investitionsfähigkeit der WHG haben wird. Die letzten Mieterhöhungen erfolgten im Mai 2017. Spürbare Umsatzsteigerungen deutlich über der Inflationsquote wären notwendig, um auch zukünftig das Niveau der Instandhaltungen und Sanierungen beibehalten zu können, um damit den wichtigen Beitrag der WHG zur Stadtsanierung und Stadtentwicklung leisten zu können und der Nachfrage und dem Bedarf der Menschen für Wohnen nach Wunsch und Wohnen mit Service zu entsprechen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der WHG und Bürgermeister der Stadt, Herr Friedhelm Boginski, dankte auch im Namen aller Aufsichtsräte dem Geschäftsführer Herrn Hans-Jürgen Adam und dem gesamten Team der WHG für die geleistete Arbeit und bestärkt alle darin, auch zukünftig die service- und kundenorientierten Aufgaben weiter umzusetzen.

11 WHG Jahresabschluss 2018
12 WHG Wirtschaftsplanung 2019-2021

Wissenswertes!
Die WHG zahlt noch immer für Altschuldenkredite aus dem komplexen Wohnungsbau der DDR monatlich 0,43€/ m².
Die WHG Durchschnittsmiete von 5,22€/ m² reduziert sich hier dann schon auf nur noch 4,79€/ m², die der WHG bereinigt als Einnahmen tatsächlich zur Verfügung stehen.

Bild: WHG