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Essbare Stadt - Neue Obstbäume in Finow gepflanzt

Jeder liebt sie: süß, rot und saftig, genießt man diese köstlichen Vitamine direkt vom Baum in den Mund. Das ist der Inbegriff eines perfekten Frühsommers.

Pünktlich zum Frühlingsbeginn haben wir durch die Firma Ohlendorf noch vier Süßkirschenbäume in Finow pflanzen lassen. Sie sind eine wunderbare Ergänzung unserer beiden neuen Spielplätze in der Fritz-Weineck-Straße und in der Ringstraße und erweitern unser Angebot der "Essbaren Stadt" im WohnQuartier.

Die jungen Bäume freuen sich gerade in der Anwachsphase sehr über den einen oder anderen Eimer Wasser. Wir haben eine Anwachspflege beauftragt, freuen uns aber umso mehr, wenn die Mieterinnen und Mieter vor Ort selbst mithelfen und sich um die Bäume kümmern.

Hätten Sie‘ gewusst?
Auf ihrem Balkon können Sie selbst ihre eigene Idee der "Essbaren Stadt" verwirklichen: bepflanzen Sie ihre Blumenkästen statt mit hybriden Blumen aus dem Baumarkt viel lieber mit frischer Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminze, Basilikum, kleinen Cherrytomaten und setzen Sie ein oder zwei Erdbeerenpflanzen hinein .

Voila und schon haben Sie eine kleine Auswahl eigener Produkte für ihren persönlichen Bedarf.

Essbare Stadt? Darunter kann sich jeder etwas anderes vorstellen. Wir bei der WHG orientieren uns dabei an Städten wie Andernach, Köln, Minden, Kassel, Zürich, die seit vielen Jahren ihre Ziele der "Essbaren Stadt" verfolgen und ihrer Art einzigartig sind. Alles hat mit Guerillagärtner angefangen, die einfach so am Straßenrand Malven, Sonnenblumen und Sonnenhut ausgesät haben.

Quer durch das Stadtgebiet können die Menschen sich an blühenden Nutzpflanzen, Obst, Gemüse und Kräuter erfreuen. Das Pflücken, ernten, essen ist dabei ausdrücklich erwünscht. „Kein Betreten verboten“, weit und breit zu sehen. Früher war es selbstverständlich, dass wildwachsende Pflanzen die Orte geprägt haben und die Menschen im Einklang der Jahreszeiten gelebt haben. Viele wissen es noch und erinnern sich an die Einkochzeiten der Mütter und Großmütter.

Die Straßen waren gesäumt von Apfelalleen, Hagebuttenhecken, es gab Holunderblüten, später dann Holunderbeeren – es wurde alles Essbare eingekocht, entsaftet, eingelegt. Heute ist es uns fast schon abhandengekommen dieses Leben mit dem pflanzen, wachsen, pflegen, pflücken ernten, verwerten und essen. Zu einfach und zu bequem ist der schnelle Weg in den Supermarkt. Dabei ist es unser urmenschliches Bedürfnis mit den Händen, mit der Nase, den Au- gen unser Essen wahrzunehmen, es anzufassen, zu riechen, zu sehen, zu schmecken und zu genießen.

Diese Idee, dieses Konzept der „Essbaren Stadt“ gefällt uns. Das können und wollen wir auch in Eberswalde: und so haben wir bei der WHG schon 2014 damit begonnen unsere Flächen essbarer zu gestalten.

Unsere Spielplätze bekommen seitdem immer verschiedene Naschsträucher als Begleitbepflanzung, damit die Kinder dieses „Essen aus der Hand in den Mund“ ganz natürlich und selbstverständlich erleben.

Wir pflanzen Himbeeren, Brombeeren, weiße und rote Johannisbeeren, Stachelbeeren und zeigen wie süß, farbig und saftig Obst ohne Konservierung und ohne Pestizide schmecken kann. Obstbäume sollen die zukünftigen Schattenspender sein und mit Weichobst, wie Pflaumen und Kirschen im allerbesten Sinn die Menschen zusammenbringen um zu ernten und zu genießen. Alte Obstsorten von Äpfeln, Birnen, Quitten haben wir entdeckt und in den letzten Jahren neu gepflanzt. Sogar Maulbeeren, die nur Wenige noch kennen, wachsen mittlerweile auf den Grundstücken. Im

Messingwerk, in der Altenhofer-Straße, Schöpfurter-Straße, KantQuartier, Alexander von Humboldt-Straße, im Brandenburgisches Viertel, am Wasserlauf, vor der Kita Arche Noah sind nur einige der Plätze, die in den letzten Jahren essbar geworden sind.

Schön, wenn die Menschen in den WohnQuartieren diesen Wert für sich entdecken und selbst dazu beitragen, dass es wächst und sich gut entwickelt. Hier schätzen wir eigene Mieterinitiativen sehr, die selbst ohne viel Tamtam die Sträucher gießen, hochbinden und zurückschneiden. Obstbäume und Sträucher brauchen auch gerade in den ersten Jahren des Anwachsens eine besondere Aufmerksamkeit und viel Wasser. Hier können Mieterinnen und Mieter durch eigenes Zutun viel dazu beitragen, wenn Sie vor ihrer Haustür gießen.

Und den Gedanken, die Idee der „Essbaren Stadt“ wollen wir überall in den WohnQuartieren der WHG sichtbarer werden lassen. Wir sind auf einem guten Weg und haben eine Kartierung zu allen WHG Standorten mit einem Angebot „Essbare Stadt“ in Auftrag gegeben, damit sich herumspricht, wo man pflücken, ernten und essen kann. Und vielleicht finden wir Gleichgesinnte, die mit uns gemeinsam diese Idee immer größer werden lassen und sich irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft auf die Stadt ausweitet. Nachhaltigkeit direkt erleben in unserer Stadt. Das wär’s doch!

Bis dahin aber können Sie sich auf ihre eigene Entdeckungsreise machen und schon mal Standorte mit Obstbäumen, Naschsträucher und Kräuter in unserer Stadt erkunden. Und in wenigen Monaten, im Frühsommer, wenn dann schon die ersten Früchte reifen, können Sie beim Durchstreifen der Stadt auf gleichgesinnte Menschen treffen.

Gemeinsamkeiten machen aus Fremden Nachbarn!

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