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Betriebskosten aktuell informiert:

2018 schon 140 Schadensfälle bei der WHG

Die Kosten für die Prämien für Sach- und Haftpflichtversicherungen verursachen in der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2017 ca. 3,64 % der Betriebsgesamtkosten (ohne Heizkosten/Warmwasser).
2018 wurden schon 140 Schadensfälle an Wohnimmobilien gezählt. Überwiegend sind es Leitungswasserschäden in Wohnungen, Wohnungs- und Kellerbrände und erstmals in diesem Jahr wieder ansteigende Fallzahlen bei Graffitischäden.

In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme der Schadensfälle zu beobachten. Abgedeckt werden diese Schäden durch die Sachversicherung.

2017 summierten sich alle Versicherungsschäden auf insgesamt 161.000€ und 2018 betrugt die Schadenssumme aller Schäden bereits 240.000€ (bis Ende III. Quartal 2018).

Die Haftpflichtversicherung greift dagegen nur, wenn ein Dritter durch Eigentum der WHG zu Schaden kommt.

Alle Wohnimmobilien bei der WHG sind über eine gemeinsame Versicherungspolice versichert. Die versicherungstechnische Idee dahinter basiert auf der gegenseitigen Deckung von Risiken im Rahmen der Solidargemeinschaft. Ein einzelner Schaden wird daher von allen der Gemeinschaft, in diesem Fall die WHG-Mieter, aufgefangen. Eine Differenzierung zwischen Mietern verkleinert die Solidargemeinschaft und widerspricht den Wirtschaftlichkeits-grundsätzen.

Die Anzahl der Versicherungsschäden der Vorjahre, die Lage des Mietobjektes, das Alter des Hauses, sowie der Instandhaltungszustand sind Faktoren, die die Versicherungsprämien beeinflussen.
2017 kostete die Sach- und Haftpflichtversicherung für die WHG Immobilien ca. 208.000€. Durch den Anstieg der Schadensfälle ist es 2018 zu einer Verteuerung der Versicherungsprämie um ca. 91.250€ gekommen.

Die Kosten für Sach- und Haftpflichtversicherung sind nach der Betriebskostenumlageverordnung umlagefähig. Die Umlage erfolgt nach der Wohnfläche.
Hier lautet die Formulierung in der Betriebskostenverordnung etwas amtlich und sperrig:

Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen. Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers oder Erbbauberechtigten dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte; die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden.

Betriebskosten im Sinne von § 1 Betriebskostenverordnung [kurz BetrKV] sind unter anderem die Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherung [Punkt 13 der BetrKV]. Hierzu gehören namentlich die Kosten der Versicherung des Gebäudes gegen Feuer-, Sturm-, Wasser- sowie sonstige Elementarschäden, der Glasversicherung, der Haftpflichtversicherung für das Gebäude, den Öltank und den Aufzug;

Um für den Mieter die Kosten der Versicherung so günstig wie möglich zu halten, prüft die WHG die auf dem Markt angebotenen Tarife und vergleicht diese mit der jährlichen Schadensquote und Schadensfällen. Sind günstigere und vergleichbare Angebote auf dem Markt, schreibt die WHG die Versicherung neu aus.

Doch was kann der Mieter selbst tun?

Um Schäden zu vermeiden, ist immer die Hausordnung zu beachten. In den Hausfluren dürfen aus Gründen des Brandschutzes und der Verkehrssicherung keine Gegenstände abgestellt oder gelagert werden. Haustüren sind auch tagsüber geschlossen zu halten, um keinen Fremden den Zugang zum Haus zu ermöglichen. Prüfen Sie immer vorher, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner betätigen.
Brände lassen sich vermeiden, indem man in der Wohnung brennende Kerzen oder Zigaretten niemals unbeaufsichtigt lässt und auch beim Kochen in der Nähe des Herdes bleibt. Hier waren in den letzten Jahren häufig unbeaufsichtigte Herde, verbrannte Speisen, brennende Fette oder Zigarettenglut Ursachen von großen Bränden bei der WHG.

Die Brände verursachten dann nicht nur Schäden in der Küche, sondern führten auch zu Unbewohnbarkeit der Wohnung, verrußten Hausfluren oder zerborstene Fensterscheiben und zerstörten Balkonen. Auch mit Brandstiftungen in mehreren Fällen waren wir in Wohnimmobilien in den vergangenen beiden Jahren wiederholt konfrontiert. Dies gefährdet alle Bewohner.
Wasserschäden können verhindert werden, wenn man Geschirrspüler und Waschmaschine vom Fachmann anschließen lässt und einen Wasserstopp einbaut. Idealerweise sollten diese Geräte auch nur betrieben werden, wenn man zu Hause ist.

Auch sollte man niemals das Wasser in Waschbecken, Spülbecken oder Badewanne einlaufen lassen und dann weggehen. Auch hier führte Unachtsamkeit in den letzten Jahren zu Schadensfällen bei der WHG.
Die Lagerung von brennbaren Gegenständen in Keller und Dachboden ist verboten, um Brände zu verhindern.

Die Mieter können ihr eigenes Hab und Gut schützen, indem Sie eine Hausratversicherung abschließen. Fehlt nach einem Einbruch etwas vom persönlichen Hausrat oder sind Gegenstände nach einem selbst verursachten Wasserschaden oder Brand nicht mehr brauchbar, hat man eine Sorge weniger, wer eine gute Hausratversicherung besitzt, die die Kosten übernimmt, die man dann für die Neuanschaffung, wie Möbel, Bekleidung, Teppiche Haushaltsgeräte , Wertsachen, Bargeld benötigt.

Eine gute Hausratversicherung sollte immer auch die häufigsten und folgenschwersten Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruchsdiebstahl enthalten. Ein nicht unwichtiger Faktor ist, das Sie durch die Hausratversicherung auch ihren Hausrat versichert haben, wenn durch Nachbarn im Haus Ungeschicklichkeiten passieren und ihr Hausrat beschädigt wird.
Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder Mieter haben, wenn ihm selbst ein Missgeschick passiert und die Nachbarn dadurch Schäden erleiden.