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WHG Mitarbeiter fit für Naturnahes Gärtnern und verkehrssichere Baumpflege

Die freiwillige Klimaschutzvereinbarung mit der Stadt Eberswalde ist uns Ansporn und Verpflichtung zugleich unsere eigenen Grünflächen umsichtiger und bewusster zu pflegen. Denn jeder weiß: In Deutschland schwindet die Arten- und Sortenvielfalt.

Die Politik hat das Thema aufgegriffen und die Bundesregierung will sich gegen das Bienen- und Insektensterben stark machen. Auch gibt es immer weniger Vögel in Deutschland. Wieso sterben die Vögel?

Ihre Lebensräume werden vernichtet, sie finden keine Nahrung mehr. Vögel sterben oder die Jungen verhungern, weil es nicht mehr genug Insekten gibt.
Bewusst angelegte Gärten und gepflanzte Bäume in Verbindung mit einer nachhaltigen rücksichtsvollen Bewirtschaftung leisten einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Naturschutz.

Damit wir bei der WHG auch wissen worüber wir reden und wo wir gezielt und verantwortungsvoll unsere Handlungsfelder für den Natur- und Klimaschutz ausbauen müssen , haben wir es uns zur Aufgabe gemacht unsere Objektbetreuer und Kundenbetreuer fachlich kompetent zu qualifizieren.
Unterstützt werden wir dabei von Herrn Dr. Micheal Fietz von der Firma LUFTBILD und VEGETATION.

In neun praktischen Workshops in den WohnQuartieren vor Ort erhalten die Objektbetreuer und Kundenbetreuer eine praktische Wissensvermittlung rund um den Baumschutz und die naturnahe Grünflächenbewirtschaftung mit Hecken, Sträuchern, Wiesen, Vogelschutz.

Schwerpunkte dieser ganzjährig stattfindenden Workshops sind dabei u.a.:
• Verkehrssicherungskontrollen / Baumschutzkontrollen zur Erkennung von Holz- und Laubschäden
• Grundlagenvermittlung zur naturnahen Grünflächenbewirtschaftung
• Bestimmung von Baumarten, Sorten und Gattungen mit Schadenskontrollen und Hinweisen zum Umgang bei Rückschnitt und/ oder Fällung
• Geeignete Klimafeste Baumarten , Sträucher, Hecken für Wohnquartiere und Schnittzeiten
• Schaffung und Pflege von ruderalen Wiesen und naturnahen Brachflächen als Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel

Unser Ziel ist es, die Objektbetreuer und die Kundenbetreuer für den Natur- und Klimaschutz weiter zu sensibilisieren, um in der Kommunikation mit den Mieterinnen und Mieter sicher und fachlich kompetent zu agieren und zu argumentieren, wenn es um das Verständnis für den gewollten und gewünschten „ Wildwuchs“ in den WohnQuartieren geht. Das können und schaffen wir nicht allein.

Wir brauchen das Verständnis und die Unterstützung von vielen interessierten Mieterinnen und Mietern für unser naturnahes bewirtschaften der Flächen, wenn es uns in unserer Stadt und in unseren WohnQuartieren gelingen soll, lebendige und gesunde Wohnumfelder in intakter Natur zu erhalten und zu schaffen.
Wir sind auf einem guten Weg und wir haben in diesem Jahr erstmals damit begonnen, unsere Rasenflächen erst nach dem abblühen des Löwenzahns, der Gänseblümchen und der Taubnesseln, Sauerampfer zu mähen. Es war eine große Herausforderung und nicht überall haben wir dafür Sympathie und Wohlwollen erfahren. Aber es war uns wichtig, denn Schmetterlinge, Bienen, Libellen brauchen gerade im Frühling diese wichtigen Nahrungsquellen.
Und wenn wir und Sie in diesem Sommer des Öfteren auf Brennnessel in den WohnQuartieren stoßen , die nicht gemäht werden. Dann ist auch das gewollt und hat seinen Grund: Schmetterlinge lieben und brauchen die Brennnessel. Bis zu 30 verschiedene Schmetterlingsarten, sind abhängig von Brennnesseln. Brennnessel dienen der Eiablage und ist die wichtigste Nahrungsquelle der Schmetterlinge. Und wir alle kennen Sie noch aus Kindheitstagen: der kleine Fuchs, das Tagpfauenauge oder der Kohlweißling. Schmetterlinge bereichern die Gärten und Wiesen. In der Natur hängt alles mit allem zusammen.

Es genügt eben nicht im Winter ein Futterhaus aufzuhängen, sondern der Garten muss auch im Sommer den Vögeln und ihrer Brut Nahrung und Unterschlupf bieten.
Wir engagieren uns dafür, dass jeder ein Zuhause hat.