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Sozialmanagerinnen - WHG Kundenbetreuung geht neue Wege

Die WHG-Kundenbetreuung geht 2017 neue Wege und baut ihr anspruchsvolles Serviceangebot in der Beratung und Betreuung für die Mieterinnen und Mieter durch den Einsatz von qualifizierten Sozialmanagerinnen weiter aus.
Am 31.12.2016 lebten 9.044 Menschen in 5.838 Wohnungen der WHG. Eine Steigerung zum Vorjahr um mehr als 200 Personen.
In den Wohnungen der WHG leben Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft und Ansprüchen an Betreuung, Service oder Ausstattung der Wohnung. Ein Aspekt ist der demografische Wandel, der zu einer veränderten Kundenstruktur mit vielfältigen Kundengruppen bei der WHG geführt hat.

Die Überalterung der Gesellschaft ist auch hier seit Jahren spürbar. Die Arbeitsaufgaben der Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer haben sich verändert. Zunehmend sind die Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer mit Sachverhalten konfrontiert, die in den letzten Jahren noch nicht so häufig anzutreffen waren und nur vereinzelt mal vorkamen.

Die Folgen der Überalterung spüren wir in der WHG-Kundenbetreuung täglich z.B. an den gestiegenen Anfragen nach altersgerechten Badumbauten, möglichst mit Unterstützung der Kranken- und Pflegekassen. Eine eigens dafür geschaffenen Musterwohnung in der Ringstraße 67 bietet hier in Kooperation mit den Johannitern und dem Sanitätshaus Koeppe gelungene Lösungen, die es den älteren Mieterinnen und Mietern oder auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen - unabhängig vom Alter - ermöglichen, die Wohnung so umzugestalten, dass kein Umzug notwendig ist und ein Verbleiben in den gewohnten vier Wänden durch kompetente Beratung und intelligente Umbauvarianten sichergestellt werden kann. Die WHG-Kundenbetreuung berät vertrauensvoll und serviceorientiert die Mieterinnen und Mieter.

Im Arbeitsalltag sind die Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer immer häufiger damit konfrontiert, dass Mieterinnen und Mieter vereinsamen und die Pflege und Fürsorge für sich allein nicht mehr bewältigen können und zusätzliche Hilfe und Betreuung benötigen. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit amtlich bestellten gesetzlichen Betreuern unserer Mieterinnen und Mieter haben in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen.

Auch der Zuzug von Geflüchteten aus anderen Kulturen bedarf einer Integration in bestehende Hausgemeinschaften und Schaffung einer Akzeptanz bei den Nachbarn. Der Zusammenhalt und der enge Kontakt von Mieterinnen und Mieter in den Hausgemeinschaften sind seit vielen Jahren merklich rückläufig. Nachbarschaftskonflikte wegen Lärm, Schmutz oder einfach Streitigkeiten untereinander nehmen zu. Oftmals soll die WHG dann langjährige persönliche Streitigkeiten untereinander schlichten und klären.

Die Betreuung und Beratung von Mieterinnen und Mietern, die ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen aus dem Mietvertrag ungenügend oder gar nicht nachkommen war und ist schon immer ein wichtiges und sensibles Aufgabenfeld der WHG-Kundenbetreuung. In Zusammenarbeit mit dem zahlungsrückständigen Mieter ist ein wichtiges Ziel, die Obdachlosigkeit zu verhindern und die vertragliche Mietzahlung dauerhaft zu sichern. Dies erfolgt in enger Kooperation der WHG mit Schuldnerberatungen und zuständigen öffentlichen Einrichtungen unter aktiver Mitwirkung der betroffenen Mieterinnen und Mieter.
Unsere zahlreichen sozialen Wohnprojekte in der Stadt in Kooperationen mit vielen verschiedenen sozialen Trägern erfordern passgenaue Wohnangebote und eine abgestimmte Kundenbetreuung je nach Kundengruppe. Die WHG Kundenbetreuung hat ein gut ausgebautes Netzwerk zu sozialen Partnern und Beratungsstellen. Hilfsangebote und Beratungen werden durch die WHG-Kundenbetreuung organisiert und vermittelt.

Alle diese vorgenannten Themen und Sachverhalte führen dazu, dass die geänderten Anforderungen, Bedarfe und Nachfragen bei der sozialen Servicebetreuung der Mieterinnen und Mieter, das Aufgabengebiet der WHG-Kundenbetreuung maßgeblich neu geprägt haben.
Wir haben 2016 bereits auf die gesellschaftlichen Entwicklungen reagiert und zwei langjährige Kundenbetreuerinnen der WHG zu Sozialmangerinnen über die BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V. Berlin ausgebildet. Schwerpunkt dieser Qualifizierung war die soziale Ausrichtung der Kundenbetreuung auf die unterschiedlichen Kundengruppen und den v.g. Sachthemen.

Frau Kathleen Lorenz und Frau Mandy Gerner haben die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. In einem abgestimmten Pilotprojekt innerhalb der WHG werden bis Ende 2017 jetzt die Weichen gestellt, um alle Aufgaben und Zuständigkeit der Sozialmanagerinnen innerhalb der WHG Kundenbetreuung festzuschreiben und in der Praxis umzusetzen. Wir freuen uns, dass beide Mitarbeiterinnen mit ihrem erworbenen sozialen Know-how für unsere Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer im Umgang mit hilfebedürftigen Mieterinnen und Mieter ein wichtiger Ansprechpartner bei der Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten und Lösungsvorschlägen in Konflikt- und Ausnahmesituationen rund um das Mietverhältnis und die Wohnung und in Nachbarschaften sein werden.

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Eberswalde, den 13. Februar 2017
Text: Doreen Boden
Foto: Danny Baron; xuxmedia