Der WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs- GmbH ist es beispielgebend gelungen, ein leer stehendes Kaufhaus wiederzubeleben. Sie hat mit der Neuordnung der Raumaufteilung für die Nutzung nach Innen als Projektentwickler gearbeitet und ebenso nach Außen, indem sie schon vor Fertigstellung die Vermietung betrieben hat. Die Mieterstruktur stellt eine urbane Mischung aus Dienstleistungen, Einzelhandel und Hotellerie dar, und ist der Stadtgröße angemessen. Diese Nutzungsmischung wurde mit jeweils zehnjährigen Mietverträgen abgesichert, was für Kontinuität steht.
Die Widernutzung des Kaufhauses reiht sich in eine Gesamtstrategie der Innenstadtentwicklung ein und stellt einen Baustein dar, der unmittelbar an das Kreishaus und den Markt angrenzt. Das Kaufhaus öffnet sich durch die Umbauten zu drei Seiten und fügt sich auch daher in den Innenstadtraum ein. Auch die historische „ Lücke „, die durch die Enteignung der vormals jüdischen Eigentümer entstanden ist, wird durch eine Plakette am Haus thematisiert.
Insgesamt ist der Beitrag eine professionelle, solide und ansehnliche Entwicklung, die für einige andere Kaufhäuser in Innenstädten Vorbildcharakter haben kann.