Das ca 1900 erbaute Gebäude in der Erich-Steinfurth-Str. 14/15 wurde durch Mebes und Emmerich umgebaut und sein L-förmiger Grundriß durch den Anbau des Gebäudes Gustav‑Hirsch-Platz 1-3 erweitert.
Nach der Errichtung des Gustav-Hirsch-Platzes 4-6 im Jahr 1916 , sollte westlich ein weiteres Gebäude mit L-förmigem Grundriß folgen. Die Planung von 1917 wurde nicht umgesetzt.
Damit unterblieb der Abriß des Fachwerkhauses von 1729.
Mit der Zuordnung der Werkssiedlung am Standort , der auf eine 300-jährigeGeschichte der Messingproduktion zurückgeht, war die WHG gefordert, alle Verpflichtungen eines Grundstückseigentümers und Vermieters zu erfüllen:
Trotz zunehmender Leerstände in der Messingwerksiedlung wurde der Standort jedoch als entwicklungsfähig eingeschätzt. Neue Konzepte zur Bereitstellung von attraktivem Wohnraum waren gefragt.
Mit der umfassenden Modernisierung und Instandsetzung der Wohngebäude am Gustav-Hirsch-Platz und der Neugestaltung der Freifläche hat die WHG die ursprüngliche Konzeption der Architekten Mebes und Emmerich aufgegriffen und den Gebäuden durch Rückbau und Instandsetzung die ursprüngliche Gestalt wiedergegeben.
Wegen der städtebaulichen und geschichtlichen Bedeutung der denkmalgeschützten Gebäude war die Revitalisierung der kleinteiligen Werkssiedlung neben der Entwicklung des Sanierungsgebietes im Zentrum von Eberswalde ein Handlungsschwerpunkt. Eine umfassend sanierte Werkssiedlung ist ein Beitrag, das regionale Entwicklungszentrum Eberswalde zu einem städtebaulich wertvollen und attraktiven Wohnstandort zu entwickeln. Das einmalige Ensemble hat das Stadtbild bereichert.
Im alten Industrieband entlang des Finow-Kanales könnte ein Erlebnisschwerpunkt entstehen, der sich in das Gesamtkonzept zur Entwicklung der ehemaligen Produktionsstätten in einen wertvollen Landschaftsraum unaufdringlich einfügt.